Die Geschichte, warum Delacon entstand

Interview mit Helmut Dedl und Markus Dedl

 
  • Helmut Dedl and Markus Dedl

    Helmut Dedl und Markus Dedl © Delacon

Delacon, 22.10.2018
Die Vision der phytogenen Futterzusätze wurde Realität durch Delacon

Welche Idee stand am Anfang von Delacon?


Helmut Dedl: Alles begann etwa 1984, als ich in einem agrochemischen Unternehmen in der Abteilung für Innovation beschäftigt war. Wir hatten damals viele spannende Projekte am Tisch und konnten alles Mögliche ausprobieren, wobei wir uns in einem Projekt mit der Verwendung von Pflanzenextrakten in der Tierfütterung beschäftigten. Nachdem wir einige interessante messbare Effekte in Versuchen gesehen haben, wurde diskutiert, ob Pflanzenextrakte das Potenzial hätten, Medikamente zu ersetzen. Nach dieser Entdeckung wollten wir noch weiterforschen und in die Tiefe gehen. Wir waren absolut sicher, dass hier sehr viel Potenzial für die Zukunft vorhanden ist! Allerdings war es notwendig, mehr in die Forschung zu investieren. Dies wurde jedoch abgelehnt, da das Management nicht mit Kräutern und Gewürzen in einem agrochemischen Betrieb arbeiten wollte. Mein damaliger Kollege und ich glaubten aber zutiefst an diese Vision und so entschlossen wir uns die Rezepturen zu kaufen und in unserem eigenen Unternehmen weiterzuarbeiten. Das war die Geburt von Delacon im Jahr 1988.


Hat die Vision aus dem Jahr 1988 auch heute noch Gültigkeit?


Markus Dedl: Absolut! Ich glaube ganz fest daran. Für uns ist es ganz wichtig, die Vision als Pionier, Tiere gesund und leistungsfähig zu halten, weiterzuverfolgen, da sie uns dorthin getragen hat, wo wir heute stehen. Die Vision ist Realität geworden – die Arbeit ist aber noch nicht getan, damit Antibiotika als Wachstumsförderer in der ganzen Welt ersetzt werden können.


Wie sah der Futtermittelmarkt vor 30 Jahren aus?


Helmut Dedl: Im Vergleich zu heute war die Marktsituation damals ganz anders. Die Branche war sehr industriell geprägt und die Rolle des Konsumenten war überhaupt kein Thema. Die Futtermittelindustrie verwendete viele unterschiedliche Zusätze, darunter auch antibiotische Wachstumsförderer. Sogar in Österreich wurden sie eingesetzt – wir waren aber schon auf einem guten Weg, sie zu ersetzen.


Warum haben Sie sich für eine so hohe Spezialisierung entschieden?


Markus Dedl: Den Weg der phytogenen Futtermittelzusätze hatte bisher noch niemand eingeschlagen. Das reine Faktum, dass es sich um natürliche Inhaltstoffe handelt, hat seinen eigenen Charm und gibt uns ein gutes Gefühl. Außerdem ist es zusätzlich motivierend, wenn man die Welt positiv verändern kann.


Wie hat sich der Markt in den vergangenen 30 Jahren verändert?


Helmut Dedl: Es hat sich viel getan. Als jedoch der Konsument als wichtiger Stakeholder in der Tierfutterindustrie auftauchte, war dies sicher eine der größten Veränderungen. Davor hatte der Konsument nur wenig Interesse daran, wie Tiere ernährt werden. Heute bestimmt der Verbraucher durch seine persönlichen Ernährungsgewohnheiten in hohem Maße mit, wie Tiere ernährt werden. Darüber hinaus hat sich die globale Tierindustrie mit vielen Innovationen in unterschiedlichen Bereichen professionalisiert. Eine der wichtigsten Innovationen war der Einzug der Genetik in die Tierindustrie, die zu erheblichen Verbesserungen bei der Futterverwertung geführt hat.


Was macht Delacon zum Pionier?


Markus Dedl: Wir gehen mutig auf jene Ziele zu, an die wir glauben, auch wenn dies manchmal sehr herausfordernd ist. Es ist Teil unserer Geschichte und Unternehmenskultur, das Richtige zu machen. Das ist es, was einen Pionier ausmacht. Wie zum Beispiel mein Vater, der in seinen Fünfzigern einen guten Job in der agrochemischen Industrie aufgegeben hat, um seiner Vision zu folgen, ein neues Unternehmen aufzubauen, in einem Markt, den es noch gar nicht gab.


Was unterscheidet Delacon von anderen Produzenten phytogener Futtermittelzusatzstoffe?


Markus Dedl: Was uns unterscheidet ist, dass wir hinsichtlich der Pflanzenvielfalt und der wissenschaftlichen Fundierung, tiefer ins phytogene Universum vordringen, als irgendjemand sonst. Wir beschränken uns nicht auf eine Gruppe von Inhaltsstoffen, wie beispielsweise ätherische Öle. Wir betrachten das gesamte Pflanzenuniversum und treffen eine Auswahl, die für unsere leistungsstarken Produkte am besten geeignet sind.


Wann sind phytogene Futtermittelzusatzstoffe zum Mainstream in der Branche geworden?


Helmut Dedl: Es ist hier kein bestimmter Zeitpunkt festzumachen, es ist aber kontinuierlich in den vergangenen 15 Jahren passiert. Begonnen hat es in Europa, danach folgten Asien und die Vereinigten Staaten.


Wie organisiert Delacon das starke Wachstum?


Markus Dedl: Wachstum ist klarerweise ein zweischneidiges Schwert. In den vergangenen zehn bis 15 Jahren sind wir jedes Jahr im Schnitt um 20 Prozent gewachsen. Wir wissen, dass 20 Prozent eine Größe ist, wo wir noch komfortabel wachsen können ohne unsere Integrität zu gefährden. Wir glauben, wenn man noch schneller wächst, wird es schwierig die Unternehmenskultur und das Niveau des Kundenservice aufrechtzuerhalten.


Was sind die Perspektiven für Delacon in den nächsten fünf bis zehn Jahren?


Markus Dedl: Das es noch viele Tiere mit unseren phytogenen Futterzusätzen zu versorgen gibt, wollen wir den Produzenten helfen, damit sie dies nachhaltig tun können. Nachhaltigkeit bedeutet für uns nicht nur, dass unsere Produkte umweltfreundlich sind, wir wollen auch ein stabiles Unternehmen und Partner für unsere Kunden sein. Es war und ist unsere Vision den Markt anzuführen. Wir haben 30 Jahre in die Erschaffung des Marktes und des Unternehmens investiert, weshalb wir es als unsere Pflicht sehen, die phytogenen Zusatzstoffe in die Zukunft zu führen.

 
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